Weihnachten auf der Straße unterwegs
❄️ Die Stimmung auf der Straße
Es ist die schlimmste Zeit im Jahr, wenn man auf der Straße leben muss. Der Gedanke daran, dass die meisten Menschen mit ihren Familien zu Hause im Warmen vor einem schön geschmückten Weihnachtsbaum sitzen, macht diese Tage für die Betroffenen nicht gerade leichter.
Als ich am 24.12.2025 zu "meinen" Jungs und Mädels unterwegs war, ist mir natürlich sofort aufgefallen, dass die Straßen wie leer gefegt waren. Selbst der Platz vor dem Hauptbahnhof war total verwaist – kaum ein Mensch war zu sehen.
🎁 Heiligabend: Momente der Gemeinschaft
Ich hatte mir extra viel Zeit genommen, um die vorbereiteten Weihnachtsgeschenktüten zu verteilen. In diesem Jahr gab es für jeden noch eine Besonderheit: Dank einer großzügigen Spende konnte ich jedem, der es wollte, ein großes Päckchen Zigarillos dazugeben, da es über die Feiertage extrem schwer ist, Nachschub zu bekommen.
Zusätzlich habe ich für alle am Bahnhof noch etwas zu essen gekauft. Wir haben uns dann zusammengesetzt, gemeinsam gegessen und uns unterhalten. Der Abschied fiel mir dieses Mal besonders schwer, gerade weil es Heiligabend war. Da es extrem kalt und windig war, habe ich noch gezielt warme Kleidung und das nötigste Equipment verteilt. Als persönliches Geschenk von mir gab es für jeden der Jungs und Mädels noch 10 € für den Notfall mit auf den Weg.
🍵 Zweiter Weihnachtstag: Die Tour durch Darmstadt
Alle waren darüber informiert, dass ich am zweiten Weihnachtstag wiederkomme und selbstgekochtes, warmes Essen dabeihabe. Am Freitag startete ich also meine Tour durch Darmstadt, um Tee, warmes Essen und alles, was sonst noch fehlte, zu den bedürftigen Menschen zu bringen.
An einigen mir bekannten Schlafplätzen war zwar niemand anzutreffen, aber diejenigen, die da waren, haben sich riesig gefreut. Das Essen und der Tee waren dank Thermoboxen und den von der Firma ROTPUNKT gespendeten Thermoskannen zum Glück noch heiß. Ich war froh, so viel gekocht zu haben, denn der Hunger war groß und der heiße Tee tat bei den Temperaturen sichtlich gut. Die Thermoskannen mit dem Tee habe ich bei ihnen gelassen. So haben sie auch später noch die Möglichkeit, einen heißen Tee zu trinken.
🧣 Herzenswärme und Abschied
Neben dem Essen gab es noch jede Menge Süßigkeiten, selbst gestrickte Socken, die unserem Verein gespendet wurden, Unterwäsche und Pullover.
So wichtig mir meine eigene Familie ist, die zu Hause auf mich gewartet hat, so sehr war es mir eine Herzensangelegenheit, auch diese Stunden am Heiligabend und am zweiten Feiertag bei den Menschen auf der Straße zu verbringen.




